Weihnachten und zurück
Donnerstag, 28. Dezember 2006 | Autor: Michel
Es ist jedesmal wundervoll, wieder nach Hause zu kommen. Meistens verlasse ich Berlin mit dem Gedanken: “Yeah, ab in die Natur, back to the roots, ENDLICH RAUS.” Aber nach ein paar Tagen setzt immer ein Heimweh ein, dass ich erst seit meiner Berlinwohnhaftigkeit kenne. Ein Rückkehrritual gibt es auch: Sobald ich den Alex am Horizont sehe, bin ich wieder zu Hause. Oft fällt mir aber noch ein weiteres Detail auf. Diesmal sind es weihnachtsspaziergangbedingt die Hundeausführer. Im Ammerland heißt es i.d.R.: “Bei Fuß!”, manchmal auch “Komm her!”. Hier heißt es (O-Ton): “Ey Alter kannst du mal auf mich warten vielleicht !!?”.Meine Weihnachtserinnerungen sind ziemlich positiv. Wir Kinder gewannen eindeutig die Materialschlacht und das Essen ist einsaspitzensahnemäßig.
Dass mein linksalternatives Elternhaus dem Weihnachtsfest eine so große Bedeutung einräumt ist mir erst später als major bug aufgefallen.
Und die Niederländer feiern Weihnachten und Nikolaus vom Aufwand her genau umgekehrt. Als Scheidungskind einer deutschen Mutter und eines holländischen Vaters konnte ich somit nur gewinnen. Diesmal hatte der Sinterklaas (Nikolaus) eindeutig die Nase vorn, was u.a. der neben mir liegende Laptop bezeugt.
Leider konnte ich zum Open-Weihnachten nicht kommen, weil der Termin genau in der Mitte des Zeitfensters für einen Kurzurlaub lag. Hoffentlich klappt es nächstes Jahr.
mfg

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