Eine Zeichenplatte fürs Atelier
Sonntag, 17. September 2006 | Autor: Karsten
Mein alter, bester Freund Robert, seines Zeichens Fein- und Motorradmechaniker (Spitzname: Robert Vollgas) ist in seiner Familie bereits die zweite Generation Schraubfix. Von seinem, schon längst verstorbenen Vater erbte er nicht nur das mechanische Talent, sondern auch eine alte DIN 0 Zeichenplatte, an der der alte Herr seinerzeit seine Meisterprüfung gestaltete. Die Platte hatte irgendwann keinen rechten Platz mehr in irgendeiner Wohnung, zumal ja heutzutage jeder, der ernsthaft technisch zeichnet dieses am Computer tut. Die Platte landete im Keller seiner Schwester Steffi. Nun ist es aber so daß Steffi und ihr Freund Norbert sich in Berlin ein wenig zu langweilen begannen, und da beide schon seit Jahren echte Weltenbummler sind, und ein Teil ihrer Familie schon seit Jahren in Chile weilt in ebendieses Land auswandern wollen. Ende Oktober. Mit 20kg Gepäck pro Nase. Klar das die, doch etwas ausladene Zeicheneinrichtung da nicht mit bei sein kann. Da Robert in seiner jetzigen Wohnung nun auch gar keinen Platz für das Familienerbstück hat (ich sage nur: Jäger und Sammler), suchte er verzweifelt nach nach einem würdigen Plätzchen für die Antiquität. Ich habe der besten Frau auf Erden davon mal beiläufig erzählt. Die prompte Reaktion war klar: Da wir ja nun doch eine, für unsere Verhältnisse geräumige Zweiraumwohnung unser eigen nennen, und beides grosse Basteltiere sind muss das Ding halt her. Gestern wars soweit, wir schleiften das tonnenschwere Erbe aus Steffis katakombischen Keller (ich hätte da nie wieder allein raus gefunden) in unser Friedrichshainer Loft. Da stehts se nu und wartet auch die dringend notwendige Restaurierung.
Da Steffi, wie beschrieben, mehr oder weniger ihren gesamten Haushalt auflöst wollte sie natürlich noch viel mehr Krempel loswerden, in die sprichwörtlich guten Hände. Was daraus noch so wurde schreibt euch Manu (die beste Frau von allen) in schätzungsweise ein paar Stunden.
Ein Bild von den mutigen Auswanderern will ich euch aber nicht vorenthalten:
Bis bald, euer Karsten





